Häufig gestellte Fragen

 

 

 

Warum machen Sie Kunst?

Kunst ist Beschäftigung und Bewegung, sowohl geistig als auch körperlich. Sie entführt uns für eine Weile - heraus aus der Alltagswelt, hinein in eine andere - mit teilweise erstaunlichen neuen Sichtweisen. Manchmal verwirrend, aber immer wieder auch neue Wege aufzeigend. Die Natur bietet uns neben Schwarz und Weiß ein reichhaltiges Farbenspektrum. Kunst ist auch ein Farbenspiel.
 

 

 

Worauf bezieht sich Ihre Kunst?

Meine Bild-Kompositionen basieren auf Original-Fotoaufnahmen aus meiner näheren Umgebung, vornehmlich der Stadt Rösrath. Mein Handwerkszeug für meine digitale Fotokunst sind zwei digitale Kameras und ein Computer. Neben einem professionellen Kamera-Modell für besondere Gelegenheiten habe ich eine kleinere stets in meiner Jackentasche dabei. Für Schnappschüsse äußerst praktisch. Meine Kunst kann überall und jederzeit starten, je nachdem welche Motive mir vor die Kamera kommen. Lange Zeit war der Computer das Handwerkszeug, das mich beruflich beschäftigte. Es begann 1973 mit der damals schnellsten Großrechnerkonfiguration "Control Data Cyber 72/76" im Rechenzentrum an der Universität zu Köln. 200 MB waren für damalige Verhältnisse eine sehr große Speicherkapazität. Mit den heutigen Speicherkarten der Digitalkameras (xx GB) stecken wir die 200 MB der alten Großrechner mittlerweile locker in die Tasche.
 

 

 

Wer braucht Ihre Kunst?

Ich fotografiere und komponiere Bilder. Ich brauche meine Kunst. Sie lässt mich immer wieder Neues, Unbekanntes spielerisch entdecken. Meine Kompositionen entstehen als ergebnisoffene Experimente mit Farbe und Form. Zu Beginn des kreativen Prozesses ist nicht abzusehen, wo es endet. Ob andere meine Kompositionen brauchen können, ist eine nachgeordnete Frage. Wenn eine Torhaus-Komposition vom Rösrather Schloss Eulenbroich zum Plakatmotiv für eine Kunstausstellung wird (Rösrather Kreativitätsausstellung 2006), dann ist das für mich ein Nebeneffekt.
 

 

 

Was bezweckt Ihre Kunst?

Durch verschiedene Bearbeitungen ein und desselben Motivs entstehen Serien verschiedener, neuer, fremdartiger, unbekannter Sichtweisen des Objekts. Welche Variationen dabei herauskommen, ist zu Beginn des Gestaltungsprozesses nicht absehbar. Wenn Besucher einer Ausstellung vor einem Bild stehen bleiben ... ist das ein Zeichen dafür, dass es wirkt. Wie es wirkt ist wohl von Betrachter zu Betrachter verschieden. Kunstwerke wollen Wirkung entfalten. Kunstwerke sind dabei wie Kinder. Sie werden geboren und in die Welt entlassen, wo sie eigenständig wirken, ohne dass die Eltern stets daneben stehen und erklären, welche Schulen und Examina die Mutter des Kindes genossen hat. Kunstwerke sprechen für sich selbst.
 

 

 

Wer interessiert sich für Ihre Kunst?

Digitale Kunst ist eine junge Kunst. Wie bei jeder neuen Kunstrichtung braucht es auch diesmal Zeit, um im etablierten Kunstbetrieb zugelassen zu werden. Johann Sebastian Bach komponierte seine Orgelwerke händisch über Orgeln mit Manualen und Pedalen. Karlheinz Stockhausen komponierte seine elektronischen Werke händisch u.a. über Mischpulte mit Schiebern und Reglern. Kunstwerke des digitalen Zeitalters werden händisch mittels Maus, Tastatur und Grafiktablett am Computer komponiert. Seit den 1960er Jahren entwickelt sich die Computerkunst als zeitgenössische Kunstrichtung. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nutzen immer mehr Künstler den Computer als Werkzeug. Digitale Kunst ist eine junge Kunstrichtung, der momentan noch mit viel Skepsis begegnet wird.¹
(¹vgl.: Wolf Lieser: Digital Art, 2009, ISBN 978-3-8331-5337-2, S. 6)
 

 

 

Was ändert sich durch Ihre Kunst?

Es ändert sich die Sichtweise. Es gibt keine "richtige" Sichtweise. Ein jeder von uns hat einen anderen Standpunkt und somit einen anderen Blickwinkel zum Objekt und sieht damit eine andere Seite. Wir sprechen über das Gleiche und doch nicht über das Gleiche. Viele Missverständnisse ließen sich vermeiden, wenn wir andere Standpunkte und Sichtweisen zuließen. Meine Bilderserien stehen für die Offenheit, verschiedene Sichtweisen zuzulassen.
 

 

 

Ist Ihre Kunst schön?

Ob etwas schön erscheint, ist letztlich Geschmackssache. Jeder hat seinen eigenen. Bei meinen Serien erscheint ein und dasselbe Motiv in verschiedenen Varianten. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass für den individuellen Betrachter etwas "Schönes" dabei ist. Die Entscheidung liegt beim Betrachter. Welchen Stellenwert Kunst hat, entscheidet sich beim Sortieren und der Frage: "Ist das Kunst ... oder kann das weg?".


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